WENN NACHBARN STREITEN!

AUGUST 2022 – ALTACH UND GÖTZIS – ZWEI NACHBARN, DIE NUR MITEINANDER GEWINNEN KÖNNEN

 
DER STREIT UMS KIES

Der Streit ums Kies hat eine neue Dimension angenommen. Die Wogen gingen  hoch in diesem Frühjahr, als die Altacher Gemeindevertretung beschloss, bei der BH Feldkirch einen Bescheid erwirken zu wollen, der den künftigen Tarif für den Kiesabbau  behördlich festlegen soll. Wohlgemerkt – ohne die Stimmen der BürgerListe Altach + Die Grünen! Wir haben uns dafür ausgesprochen, weiterhin den Verhandlungsweg zu beschreiten um eine gemeinsame Lösung zu finden und nicht einen Zwist für die nächsten 35 Kiesabbau-Jahre herauf zu beschwören.

Abbaugebiet_mit_Kuh
Kirche Götzis
Götzis Luftbild
Kirche Altach
Zentrum_Luftbild
GÖTZIS MIT DER GLEICH SCHLECHTEN IDEE

Und gleichzeitig hat die Gemeinde Götzis den gleichen Weg beschritten, indem sie bei der BH Feldkirch beantragt hat, den Bescheid zum Kiesabbau der Gemeinde Altach auf sie selbst zu übertragen. Auch das, unserer Meinung nach, eine ganz schlechte Idee. Die Fronten sind verhärtet, die Beziehung ist zerrüttet, würde man bei einer Ehe im Scheidungsfall sagen. Nur, sollen wir uns von Götzis scheiden lassen, getrennte Wege gehen? Das kann wohl kaum das Ansinnen verantwortungsvoller Gemeindepolitiker sein.

 

STILLSTAND UND STURHEIT

Und all das zeigt Wirkung. Beim seit Jahren geplanten, gemeinsamen Abfallwirtschaftszentrum mit den Kumma-Gemeinden geht scheinbar nichts weiter. Bei der Hochwassersicherung des Güllbachs ist laut Bürgermeister Giesinger Götzis am Zug – aktueller Stand: unbekannt. Und dabei gäbe es so viele Projekte und Ideen, die die beiden Gemeinden und die gesamte Kumma-Region nur gemeinsam auf einen guten Weg bringen können. 

 

NUR GEMEINSAM WIRD ES GUT

Eine gemeinsame und abgestimmte Mobilitätspolitik, Baupolitik. Betriebsansiedelungspolitik, Raumplanungspolitik, Bildungs- und Kinderbetreuungspolitik oder eine gemeinsame Parkraumbewirtschaftung in der Region.

All das bleibt auf der Strecke, weil stur und steif auf dem jeweiligen Standpunkt beharrt wird, weil keine wirkliche Bürgerbeteiligung stattfindet und weil vielleicht auch jeder seinen Seilschaften im Wort steht. 

Wo sind die sprühenden Idee zur gemeinsamen Entwicklung der sanften Mobilität, mit einer Stärkung des Fahrradverkehrs. Die kollektive Lösungen der LKW-Verkehrsproblematik. Die visionären interkommunalen Betriebsgebiete, die belastete Wohngebiete in Altach entlasten und brachliegende Gewerbegebiete in Götzis beleben.

 

GEMEINDEÜBERGREIFENDE KONZEPTE

Wo, die gemeindeübergreifenden Klimaschutzmaßnahmen mit einem abgestimmten Bebauungsplan mit Schwerpunkte der Entsiegelung, des Bodenschutzes, der Beschattung und der Freiflächensicherung?

Und last but not least – wie schaut es aus mit verschränkten Kleinkinderbetreuungs-, Elementarpädagogischen- und Ganztagsschulkonzepten. Wird das wirklich alles auf dem verkorksten und völlig selbstverschuldeten Kiesabbau-Altar geopfert? Wir von der BürgerListe Altach + Die Grünen hoffen nicht, dass das so ist und hoffe auf umgehende Besinnung und eine Rückkehr auf einen Weg, der den Bürger*innen und allen Gemeinden der Region zugute kommt. Und dafür sind wir auch angetreten, jeden Tag und mit der Stimme aller die uns gewählt haben.