KEIN AUTOBAHNANSCHLUSS

JULI 2021 – Kein Autobahnanschluss für Altacher Kieslaster

 

Der Nationalrat hat in seiner Sitzung Anfang Juli mehrere Änderungen des Bundesstraßengesetzes beschlossen. Nicht berücksichtigt wurde aber die Anregung im Hinblick auf die Schaffung temporärer Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten zu und von Rohstoffabbauquellen – beispielsweise ein Autobahnanschluss für ein Kieswerk.

Dies war in verschiedenen Stellungnahmen, unter anderem vom Land Vorarlberg oder der Wirtschaftskammer Österreich mit den Unterzeichnern Harald Mahrer und Karlheinz Kopf, Bruder des Kieswerkbetreibers Franz Kopf, vorgeschlagen worden.

 

GUTE GRÜNDE ODER ALTACH-BASHING?

 

Selbstverständlich wurde in den Stellungnahmen nicht gefordert, dass das Altacher Kieswerk einen Autobahnanschluss bekommen soll, sondern es ging in den Stellungnahmen und Anregungen natürlich um die Schaffung genereller Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten, bei solchen oder ähnlichen Rohstoffabbau-Projekten. Und deshalb ist es auch völlig absurd zu glauben, dass sich das Ministerium bzw. der Verkehrsausschuss des Österreichischen Parlaments aufgrund irgendwelcher grünen Zurufe aus Altach oder aus Vorarlberg gegen eine „Altacher Lösung“ ausgesprochen hätte, wie es in manchen Medien und Kommentaren zu lesen war.

Die Gründe dafür, dass dieser Wunsch scheinbar nicht einmal im Ausschuss diskutiert wurde, lagen wohl eher in gleichheitsrechtlichen und verkehrssicherheitstechnischen Bedenken.

ÜBERRASCHUNG UND ENTTÄUSCHUNG

 

Natürlich sind jetzt Enttäuschung und Katzenjammer bei all jenen groß, die bis zuletzt mit dem Autobahnanschluss gerechnet haben. Leider waren das zu Unrecht geschürte Hoffnungen auf eine Lösung des Altacher LKW-Problems, die von Altbürgermeister Brändle im Rahmen der Volksabstimmung mit Aussagen wie: „bei einem Ja zum Kiesabbau, sei die Verkehrslösung samt Autobahnanschluss schon zum Greifen nahe“, permanent befeuert wurden.

 

WIE WÄRS MIT: MITEINANDER REDEN?

 

Nachdem jetzt auch die Marktgemeinde Götzis, den Altacher Plänen die kalte Schulter zeigt – der Grundsatzbeschluss für das gemeinsame Projekt wurde unlängst von der Götzner Gemeindevertretung aufgehoben — ist guter Rat jetzt wirklich teuer.

Vielleicht wäre jetzt einmal eine cooldown-Phase angebracht und ein Nachdenken darüber, ob es nicht doch besser wäre, sich mit allen Beteiligten und Betroffenen an einen Tisch zu setzen und miteinander zu reden. Nicht nur von Bürgermeister zu Bürgermeister, hinter verschlossenen Türen, sondern mit offenen Türen, offenen Karten und offenen Ohren.

Aber scheinbar ist die Zeit dazu immer noch nicht reif.

 

Bürgermeister Markus Giesinger hat sowohl ein Gespräch mit dem zweiten Projektbetreiber Patrik Nickel abgelehnt, als auch die offenen Fragen der Götzner Oppositionsparteien unbeantwortet gelassen. Wir von BürgerListe Altach + Die Grünen bedauern diese Haltung und Vorgehensweise und hoffen auf Besserung und Läuterung.